Sonnenuntergang auf Big Island 2003
Hawaii, Big Island, Kona-Coast 2003

Die Hawaiianische
Lomi Lomi Nui-Massage

LOMI LOMI NUI, auch Kahuna Bodywork oder Romi genannt, ist eine uralte und vielgestaltige Tradition im Polynesischen Archipel und nicht ausschließlich eine reine Therapieform, wie hierzulande zumeist angenommen wird. Auf deutsch bedeutet LOMI drücken, kneten, reiben, aber auch streichen.
Die Verdoppelung des Wortes soll seine Bedeutung erhöhen. NUI heißt wichtig, großartig, bedeutsam.

Die LOMI-Massage existiert in unterschiedlichsten Formen mit unterschiedlichsten Namen und ist ein Bestandteil der traditionell-spirituellen HUNA-Kultur Hawaiis. Vielerorts immer noch geheim gehalten, spielte sie früher als Tempelmassage und zum Teil noch heute als rituelle- und Heilmassage in den großen Familienclans eine bedeutende Rolle, z.B. als Initiations-, Übergangs- oder Fruchtbarkeitsritual, für spirituelles Wachstum und Heilung. Sie wird in der Regel von besonders eingeweihten Clanmitgliedern oder von den KAHUNAS, den traditionellen Heilern Hawaiis, ausgeführt.
Die hochgeachtete Hawaiianerin Aunty Margaret Machado von Big Island wurde schwer angefeindet, als sie vor Jahren erstmals ihre Form der Lomi-Lomi-Nui gegenüber Nicht-Hawaiianern offiziell machte. Mit ihr und dem hawaiianischen Heiler Kahu Abraham Kau'i, der auf der Insel KAUAII lebte, begann der Siegeszug dieser einzigartigen Körperarbeit um die ganze Welt. Was also meist als DIE Hawaiianische Massage angesehen wird, ist lediglich eine der überlieferten Formen dieses vielgestaltigen traditionellen Erbes des Polynesischen Kulturkreises.

Die Massage folgt einem rituellen Ablauf, ist aber gleichzeitig intuitiv und kann die  verschiedensten Elemente in sich vereinen. Sie beginnt zunächst mit dem Rücken, der im Hawaiianischen Glauben der Sitz der Vergangenheit ist, insbesondere der vielen unverarbeiteten traumatischen Erfahrungen, Ängste und Verletzungen. Mit rhythmischen schlangenförmigen Bewegungen, mit Händen und Unterarmen, werden lange intensive Striche ausgeführt, die einerseits die Energie in Fluss bringen, andererseits ein tief entspannendes Loslassen bewirken. Entsprechend der Situation des Empfangenden werden bestimmte Bereiche intensiver gekreist, gedehnt, gedrückt und geknetet. Obschon diese rhythmische Massage eher sanft ist, erreicht sie tiefere Muskelschichten und verbindet langes vitalisierendes Ausstreichen mit einer deutlichen Lockerung des Bindegewebes und der Mobilisation bestimmter Gelenke.
Die Vorderseite des Körpers steht bei den Hawaiianern für die Zukunft und symbolisiert all das, was wir uns wünschen; unsere Hoffnungen, aber auch diesbezügliche Ängste und Unsicherheiten. Jetzt werden Oberkörper, Bauch, Beine und Arme des auf dem Rücken liegenden und mit einem Tuch im Lendenbereich abgedeckten Klienten mit den typischen Hawaiianischen Elementen bearbeitet.

Die Berührungen, der Duft ätherischer Öle und die Musik lösen Blockaden und Ängste, bringen Dinge ins Fließen, verhelfen zu mehr Ausgewogenheit, tiefer Entspannung und inne-rer Harmonie. Im Bindegewebe gespeicherte Traumata und verletzende Erfahrungen werden sanft in Bewegung und einer Lösung näher gebracht.
Es werden verspannte Muskulaturen gelockert, der Körper wird revitalisiert, das Nerven-system gestärkt, Durchblutung und Lymphfluss werden angeregt und der Stoffwechsel. aktiviert.

Die Hawaiianische Lomi-Lomi-Massage steht ganz im Zeichen des ALOHA-SPIRIT, wie die Einheimischen sagen. Das Wort ALOHA - durch die Film- und Tourismusindustrie missbraucht und umgedeutet – ist nicht nur ein Gruß, sondern bezeichnet den Geist und das Lebensgefühl der Hawaiianer, all das, was diese spirituell verwurzelten und natur-verbundenen Menschen repräsentieren: Liebe, Dankbarkeit, Mitgefühl, Tiefe, Verbundensein, Eins sein mit allen Menschen, mit der Natur und den Göttern…
Das ist es, was uns bei unseren Kontakten mit KAHUNA-Heilern und Massagetherapeuten in BIG ISLAND so tief beeindruckte. Die Ernsthaftigkeit beim Umgang mit ihren „sacred traditions“ und die "Heiligkeit" der Massagehandlung an sich, der Respekt, die Hingebung, Verbindung und tiefe Demut des Massierenden gegenüber seinem Klienten und gegenüber der gesamten Schöpfung.

Dies wird auch deutlich an den Gebeten, welche traditionell vor Massagen gesprochen werden.  Wir haben in unserer Ausbildung bei Daniel Albers (Schüler von Aunty Margaret Machado) und dem hawaiianischen KAHUNA-Heiler  Sylvester Kepelino (Papa K) in Big Island folgendes Einführungs-gebet kennen gelernt:

 

PULE HUIKALA
Gebet der Vergebung
(vor einer Hawaii-Massage)

E huikala mai a e huikala aku
3x  Ich vergebe Dir, so wie du mir vergibst

E huikala kakau kekahi i kekahi
Lass uns allen einander vergeben

Ke ALOHA Amene
In Liebe. So ist es und so soll es sein

          

 

ein ganz persönliches Geschenk
 

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Hawaii, Insel Maui, Lahaina

 

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